Wenn der Hund Kot frisst – wieso, weshalb und was Du dagegen tun kannst

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Du hast gerade eine Runde Gassi hinter Dir und was musst Du mit Schrecken erkennen – der Hund frisst seinen eigenen oder gar fremden Kot. Dass Du dich jetzt ekelst, ist vollkommen normal und geht uns dabei auch nicht anders. Du bist mit diesem „Problem“ jedoch nicht alleine und die Ursachenforschung kann da ganz schön komplex sein. Trotzdem versuchen wir gerne, mit Dir gemeinsam und unseren etlichen Recherchen herauszufinden, was vielleicht bei Deinem Hund das eigentliche Problem für das seltsame und keineswegs normale Verhalten ist.

Bei Welpen ist es nicht selten einfache Neugierde

Bei Welpen geht man davon aus, dass es anfänglich wirklich aus reiner Neugierde dazu kommt, dass der kleine Vierbeiner den Kot von sich oder gar von anderen Hunden frisst. Das ist natürlich nicht schön, aber das sollte sich nicht auf Dauer einpendeln. Lass den Welpen ruhig wissen, dass das Fressen von Kot „Pfui“ ist.

Ein Futtermangel führt bei Hunden dazu, alles zu fressen, um satt zu werden

Hunde, die zu wenig Futter bekommen neigen nicht selten dazu, alles zu fressen, was sich ihnen in den Weg stellt. So könnte es neben Kot auch Abfall sein, den Dein Hund bevorzugt, um seinen Hunger zu stillen. Achte also darauf, dass Du Deinen Vierbeiner ausreichend fütterst, um ein derartiges Verhalten nicht einreißen zu lassen.

Auch ernsthafte Erkrankungen können für das Kot fressen sprechen

Hunde suchen nach Nahrung, Energie und entsprechende Nährwerte. Diese glauben sie dann häufig auch in Kot wiederzufinden, was für Dich ekelhaft ist und nicht schön anzuschauen ist. Doch auch ernsthafte Erkrankungen wie eine Bauchspeicheldrüsenentzündung können dazu führen, dass der Vierbeiner dazu neigt, Kot zu fressen. Also solltest Du natürlich alle Eventualitäten mit dem Vierbeiner ausschließen können und dazu ist es notwendig, dass Du zum Tierarzt gehst.

„Pica“ kann auch Deinen Hund betreffen

Kennst die Erkrankung „PICA“? Nicht wenige Menschen leiden an der Erkrankung, welche nicht verdauliche Gegenstände betrifft. Hier kann es passieren, dass sich Leidende Haare herausreißen und diese essen. Andere essen Steine, andere Gummibände und vieles mehr. Diese ist selten, aber kann durchaus auch Deinen Hund betreffen. Was jetzt aber keineswegs bedeuten soll, dass Dein Hund sofort „PICA“ hat. Denn Pica äußerst sich im Regelfall nicht nur dadurch, dass Dein Hund Kot frisst, sondern auch Plastikflaschen, Unterwäsche und ähnliches. Aber auch andere Ursachen könnten erklärend sein und ehe ein Tierarzt „PICA“ diagnostiziert, kommen andere Ursachen infrage.

Kot fressen kann ein Schrei nach Aufmerksamkeit sein

Gibst Du Deinem Hund zu viel Aufmerksamkeit, dann kann es passieren, dass er bewusster den Kot frisst, als Du es für möglich gehalten hast. Ob Du ihn danach putzt, die Zähne machst, dann streichelst usw. All das sind Faktoren, die begünstigen, dass der Hund weiter Kot fressen wird. Vor allem auch dann, wenn Du im Alltag viel weg bist und er alleine ist, kann dies erneut dazu führen, dass er weiter mit dem Kot fressen macht, damit Du ihm die Aufmerksamkeit schenkst, die er sich wünscht. Auch Revierverhalten kann das Kot fressen erklären Urinieren und Kot zu hinterlassen ist ein ganz typisches Revierverhalten. Es kann also auch sein, dass Dein Hund sein Revier schützt und deswegen Kot frisst. Deswegen ist es natürlich nicht weniger ekelig, das verstehen wir. Aber noch immer ist es besser, als eine schwere Erkrankung als Diagnose für dieses Verhalten zu bekommen oder? Dein Hund möchte so die Markierung entfernen. Klingt komisch, aber leider ist dies so.

Ein Tierarzt sollte den Kot fressenden Hund in jedem Fall untersuchen

Immer empfehlen wir Dir, dass Du Deinen Hund beim Thema „Kot fressen“ untersuchen lässt. So kann der Tierarzt Dir die Angst und Sorgen nehmen, dass der Vierbeiner ernsthaft erkrankt ist. Hinzukommend, dass weitere Lösungsvorschläge aufgezeigt werden und sich das Verhalten dann wieder legt. Nur in seltenen Fällen, wo Vierbeiner auch anderes Zeug fressen, stellt sich Pica als einzige Erklärung ein. Doch lasse den Hund ruhig mal genauer unter die Lupe nehmen, das kann bekanntlich nicht schaden.

Autor: Tina Müller (übertragen an Marcel Rübesam am 23.06.2019)

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