, Wenn der Hund alles anknabbert – Ursachen, Informationen und Tipps

Wenn der Hund alles anknabbert – Ursachen, Informationen und Tipps

Angeknabberte Schuhe, eine kaputte Leine, das Körbchen wurde angefressen und mehr. Dieses Phänomen kennen die meisten Hundebesitzer, und sie sind sichtlich genervt. In der Vergangenheit mussten leider viele Vierbeiner aus ihrem gewohnten Umfeld aufgrund des Verhaltens ausziehen und wurden in Tierheime abgeschoben. Es gibt aber sowohl Ursachen und Möglichkeiten, wie Du das ständige Anknabbern vermeiden kannst. Dabei wollen wir Dir zeigen, dass vieles nicht einfach ohne Grund geschieht, sondern auch von uns Besitzern mit gesteuert sein kann.

Im Welpenalter ist das Anknabbern beim Zahnwechsel üblich

Bei dem ständigen anknabbern musst Du unterscheiden, ob wir von einem Welpen oder ausgewachsenen Vierbeiner sprechen. Denn bei einem Welpen könnte der Grund zum Beispiel darin zu finden sein, dass ab der 16. Lebenswoche der Zahnwechsel beginnt. Das starke Kaubedürfnis zeichnet sich in diesem Fall innerhalb des dreimonatigen Wechsels besonders stark ab. Ähnlich wie bei Kindern tut es dem Welpen mal mehr oder weniger weh, dann juckt es und Welpen versuchen so, ihre wackeligen Zähne loszuwerden. Hier empfiehlt es sich, dass Du spezielles Kauspielzeug nutzt, um es dem kleinen Vierbeiner während des Zahnwechsels leichter zu machen und damit keine Möbel, Schuhe und andere Gegenstände im Haushalt angeknabbert werden.

Auch Stress kann bei Deinem Hund das Anknabbern verursachen

Ob Dein Hund unterfordert oder überfordert ist, das spiegelt sich nicht selten im Verhalten wieder. Viele Vierbeiner neigen dazu, auf Holz zu kauen, Schuhe anzubeißen und mehr. Auch Trennungen von den Besitzern oder viel Schreierei oder Stress zwischen Partnern kann dazu führen, dass sich der Hund unwohl fühlt und mit dem Stressabbau in Form von Anknabbern reagiert. Wenn Du deinem Hund helfen möchtest, überfordere Ihn also nicht und sorge dafür, dass stressige Situationen von ihm ferngehalten werden.

Das berüchtigte Anknabbern aus Langeweile ist bei Hunden weit verbreitet

Langeweile ist bei Hunden ein immer wiederkehrendes Thema, was wir Hundebesitzer zu verantworten haben. Zum ist das häufige Anknabbern ein Zeichen der Unzufriedenheit des Hundes als auch der Langeweile. Wenn Du wenig bis gar nicht mit dem Vierbeiner spielst, ihm nicht den notwendigen Auslauf bietest oder auch zu lange allein lässt, kann dies häufig vorkommen. Dieses Verhalten ist wiederum zu beheben, indem Du den Vierbeiner auspowerst, indem Du mit ihm bei Wind und Wetter Runden drehst. Auch spielen ist angesagt und einiges an Spielzeug abwechselnd anbieten, um auch der heimischen Langeweile vorbeugen zu können. Damit kannst Du fast nichts falsch machen.

So kannst Du dem Anknabbern bei Deinem Hund vorbeugen

Um erst gar nicht in die Problematik des ständigen anknabbern zu kommen und dann wiederum die richtige Ursache zu finden, kannst Du auch vorbeugend einiges dafür tun, dass dies erst gar nicht passiert. Nutze die unteren Stichpunkte, um vorbeugend vorzugreifen, damit Du mit hoher Wahrscheinlichkeit von dem Anknabbern befreit bist.

  1. Biete dem Vierbeiner ausreichend Bewegung
  2. Achte bei Welpen auf hochwertiges Kauspielzeug
  3. Vermeide stressige Situationen
  4. Getrocknete Fleischsnacks wie Pansen etc.
  5. Lass Kabel, Steckdosen, Schuhe & Co nicht offen herumliegen
  6. Nutze die geistige Auslastung Deines Hundes
  7. Überfordere den Vierbeiner nicht!

In den meisten Fällen kannst Du schon so vorbeugend eingreifen, damit Dein Hund erst gar nicht in die Situation gerät, überall herumkauen zu wollen. Das klappt in den meisten Fällen sehr gut und hoffentlich auch bei Dir.

  • Autor: Tina Müller (übertragen an Marcel Rübesam am 15.02.2020)
  • Bildnachweis

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