„Mantrailing“ – entdecke verborgene Talente Deines Hundes

„Mantrailing“ – entdecke verborgene Talente Deines Hundes

Kennst Du die wichtigen Spürnasen, die vermisste und verletzte Menschen suchen? Sie werden oft als Mantrailing-Hunde bezeichnet, aber es ist keineswegs einfach, dieses Können einem Vierbeiner beizubringen. Es bedarf einer guten Bindung zu Deinem Vierbeiner, ehe Du ihn entsprechend fördern und aktiv halten kannst. Du kannst es natürlich auch rein just for fun betreiben und Deinen Hund einfach etwas fordern, aktiv und fit halten, aber wenn Du ernsthaft interessiert bist, Deinem Vierbeiner das feine Gespür auf besondere Weise beizubringen, dann möchte ich Dir einige Tipps mit auf dem Weg geben.

Was ist Mantrailing überhaupt?

Bevor ich Dir jetzt sage, was Du für Voraussetzungen beziehungsweise Dein Hund aufweisen musst, um die weiteren Vorgehensweisen für die Spürnase zu ebnen, möchten andere Mitleser vielleicht erfahren, was Mantrailing überhaupt ist. Der Begriff Mantrailing stammt aus den USA, woher auch sonst? „Man“ steht für Personen und „trail“ für aufspüren.Genau das ist das Prinzip eines Mantrailing Vierbeiners, welcher in der Lage ist, seinen ohnehin deutlich besseren Riechsinn im Gegensatz zu unserem noch intensiver einzusetzen und über mehrere Minuten pro Tag, um sich unabhängig von anderen Gerüchen der Suche nach vermissten und verletzten Personen zu widmen. Das kann nicht jeder Hund, weil der Vierbeiner sich nicht ablenken lassen darf, andere Gerüche im Grunde ignorieren muss und deswegen ist auch nicht jeder Hund zum Mantrailing Dog geeignet. Ob es Deiner ist? Das erfährst Du, indem Du in förderst, aber auch eine kleine Spürnase ohne das Mantrailing ist doch etwas Besonderes oder? Ja, auch Dein Hund kann super riechen und Fährten lesen. Doch ein Mantrailing Hund ist nochmal intensiver spezialisiert worden, um alles andere um sich herum ausschalten zu können. Deswegen sind sie so wertvoll, aber auch nicht stundenlang pro Tag einzusetzen.

Diese Voraussetzungen sollten Du und Dein Hund bereits erfüllen

Du könntest reintheoretisch natürlich jeden Hund nehmen. Denn der Riechsinn ist bei allen Hunden durchaus ausgeprägt und ohnehin deutlich besser als Deiner oder meiner. Das Problem ist, dass gewisse Hunderassen wie der Mops und Pekinese sich auch aufgrund der mangelnden Fitness nicht dazu eignen und schnell unter Atemnot geraten können. Denn Mantrailing ist für Vierbeiner eine erhebliche Anstrengung, sodass Du vielleicht mit gewissen Rassen nicht beginnst. Weitere Voraussetzungen für das erfolgreiche Mantrailing findest Du hier.

• Der Hund muss fit sein, da das Mantrailing anstrengend ist
• Besonders Rassen der Jagdhunde eignen sich für das Mantrailing
• Du und Dein Hund müsst eine enge Verbindung haben
• Du musst Deinen Hund kennen und die Körpersprache verstehen

Das sind eigentlich zu Beginn die wichtigsten Dinge, die Du gemeinsam mit Deinem Hund beherrschen musst. Wenn Du ihn schon gut kennst und er fit ist, kannst Du sofort mit dem Training beginnen. Ein kleiner Tipp noch, sei geduldig. Zu Beginn wirkt es manchmal schwer und irgendwie auch nicht zielführend. Doch mit etwas Übung und Dranbleiben wirst Du auch ohne berufliche Sinnhaftigkeit einen ausgeprägten Spürhund daheim besitzen, der sich optimal gefordert fühlt.

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Die Must-have Ausrüstung zum Mantrailing Training

Wie bei allem ist es wichtig, dass Dein Hund erst einmal viel Freude beim „Spielen“ und der neuen „Trainingsmethode“ hat. Sonst bringt all das Training nichts. Doch auch die Ausrüstung darfst Du nicht vergessen, damit Du besser dem Mantrailing frönen kannst und so sofort auch die Ergebnisse wünschenswert beeinflussen kannst. Doch denke immer daran, dass Geduld auch im Umgang mit dem Vierbeiner eine Tugend ist. Von heute auf morgen wird Dein Vierbeiner kein Mantrailing Dog und das musst Du natürlich auch wissen. Folgende Ausrüstung würde ich Dir empfehlen, damit Du mit dem Mantrailing Training beginnen kannst.

• Eine Schleppleine
• Futter/Leckerchen zur Belohnung
• Warme Hundekleidung für kältere Gegenden und für den Winter
• Warnweste für dunkle Trainings, die mit Reflektoren ausgestattet sind
• Ein spezielles Geschirr für Suchhunde
• Wasserflaschen, um den Hund immer trinken lassen zu können (Mantrailing ist anstrengend)

Wasser und Futter war sowieso klar oder? Eine Schleppleine vereinfacht die Handhabung und Führung des Hundes und ich würde zu einer Leine von 5m bis 10m tendieren, aber das entscheidest natürlich Du. Mit dieser Ausrüstung bist Du aber sehr gut gerüstet, damit das Training beginnen kann.

So beginnst Du das Mantrailing am besten

Wenn Du noch nicht weißt, wie es mit dem Mantrailing beginnen soll, habe ich auch noch einige Tipps für dich. Diese kleinen Schritte helfen Dir, dass Du deinem Vierbeiner das Mantrailing langsam beibringen kannst. Oder sagen wir so, das Riechen muss er oder sie ja nicht lernen, sondern nur perfektionierter! Diese Schritte helfen Dir, damit Du Deinen Hund perfekt trainieren kannst.

• Desensibilisiere den Vierbeiner vor jeglichen Geräuschen ( Hupen, Schreien, Klingeln usw)
• Zeige Deinem Hund nach der Desensibilisierung wie man sich auf nur eines konzentriert
• Kurze Distanzen für den Anfang nutzen, damit Dein Hund die Lust nicht verliert und Du schnell
belohnen kannst
• Lass zunächst nur einen Duft einer Person ( vielleicht Deines Sohnes oder deiner Tochter ) zum
erschnuppern herhalten. Darauf muss sich der Vierbeiner als erstes konzentrieren

Das sind die ersten Schritte, die Du einhalten musst, damit Du deinen Hund zum einen nicht überforderst und zum anderen langsam an das Mantrailing heranbringst. Von heute auf morgen wird es nicht klappen, aber manche Hunde haben ein schnelleres Auffassungsvermögen als andere. Doch sei geduldig und übe es lieber regelmäßig für wenige Minuten und maximal 60 Minuten und nicht mehr. Erst wenn die Chemie hier zwischen Euch stimmt, kannst Du den Hund mit dem Training ein Schritt weiter bringen und einen weiteren Duft dazu führen, den Radius erweitern, die Nebengeräusche erhöhen usw.

Fast jeder Hund ist für das Mantrailing geeignet

Bis auf gewisse Rassen, die sich teils aufgrund ihrer Anatomie nicht eignen oder aufgrund ihrer leider überzüchteten Art, kannst Du jeden Hund als Mantrailing Hund ausbilden und anlernen. Selbst den ängstlichen Rüden, der sensible Labrador oder die ängstliche Jagdhündin. Für alle Rassen eignet sich das Mantrailing und ob Dein Hund Lust dazu hat, erfährst Du am besten, wenn Du es direkt ausprobierst.

Autor: Tina Müller (übertragen an Marcel Rübesam am 19.05.2019)

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3 Kommentare zu „„Mantrailing“ – entdecke verborgene Talente Deines Hundes“

  1. Ich finde, dass es mehr von diesen Hunden geben sollte! Doch auch als Freizeitgestaltung und zum „üben“ finde ich diese Abwechslung super. Ich werde mich mal an meinem Jacki versuchen, wie der das findet

  2. Also ich beschäftige so meinen Hund fast täglich und es macht uns beiden Spaß den Spieltrieb meines Hundes zu fördern 🙂 Schöner Beitrag. Gruß aus Bremen, der Kevin

    1. Kevin wie lange hat es gedauert, ehe es langsam vorwärts geht? Bei mir und meinem Jacki geht es nur um „Spaß“ und ein wenig die Sinne fördern, hast Du da eine Vorstellung?

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