Erziehungstipps Hund – so schaffst Du zwischen Euch das Vertrauen

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Wenn Du einen Welpen bekommst, ist alles für den Vierbeiner neu. Wirklich alles. Klar wurde er im Tierheim oder bei einem seriösen Züchter schon auf örtliche Gegebenheiten vorbereitet, aber es ist in einem neuen zu Hause trotzdem alles wieder etwas anders. Bei Dir ist es vielleicht vom Lärm her lauter, bei Dir ist statt Land eher eine Großstadt usw. Das musst Du natürlich berücksichtigen und deswegen sind Welpen mit einer kleinen Eingewöhnung wirklich gut beraten. Doch gerade das Thema Vertrauen erarbeiten ist für viele in der Hundeerziehung ein Thema, welches nie wirklich behandelt wird. Nach dem Motto, das Vertrauen entwickelt sich schon. Das mag auch stimmen, aber Du kannst es stärker binden und vor allem bewusster einbringen, was Dir bei Tierarztbesuchen etc. helfen wird. Hier wollen wir Dir ein wenig helfen, das Vertrauen vorsichtig zu stärken, damit im Alltag Dein Welpe wirklich vollkommen sicher ist.

Kuscheln, streicheln und anfassen stärkt die Verbindung zum Menschen

Natürlich ist noch alles neu und Dein Welpe weiß vielleicht nicht sofort, wo ihm der Kopf steht. Deswegen ist es trotzdem hilfreich, viel zu kuscheln, ein wenig hier und dort zu streicheln und ihn anzufassen. Das gilt auch für die Gäste und Kinder im Haushalt. Es muss ja nicht alles überschwänglich in unterschiedlichen Tonarten passieren wie „ohhhhhh bist du süß“ und „ja komm mal her, ja komm“. Du weißt, was wir meinen oder? Das Kuscheln mit Dir, Deinem Mann oder Deiner Frau, den Kindern und regelmäßigen Gästen stärkt das Vertrauen zum Menschen im Allgemeinen. Natürlich sollte das nur dort passieren, wo Du es für wichtig empfindest. Nicht jedem Fremden soll ein Welpe gegenüber so zutraulich sein! Das Streicheln hilft dabei, auch durch die Öffentlichkeit zu gehen, weil Du sicherlich davon ausgehen kannst, dass gerade bei Kindern der Welpe eine magische Anziehungskraft besitzt. Bringe ihm das also schonend bei und stärke damit auch sein Vertrauen.

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Untersuche den Welpen frühzeitig, damit er Tierarztbesuche locker nimmt

Da Dein Welpe bald wesentlich häufiger zum Tierarzt muss, solltest Du ihn rechtzeitig daran gewöhnen, dass man ihn untersucht. Das kannst Du problemlos selbst übernehmen, gerne auch mal den Partner und die Kinder machen lassen. So weiß er, dass dies ein vollkommen normales Verhalten ist und der Welpe wird beim Tierarzt und später als erwachsener Hund kein großartiges Theater machen. Wie das am besten geht? Nutze mal folgende Vorgehensweisen, die oftmals auch beim Tierarzt vorkommen.

Die Zähne anschauen und die Lefzen etwas dabei anheben
• Zwischen den Pfötchen schauen
• Unter dem Pfötchen ruhig mal etwas leichter drücken, anfassen und schauen
• Das ganze Fell abtasten inklusive dem Schwanz
• In die Ohren gucken ( gerne dabei mal die Ohren auch angucken und festhalten )
• Beim Weibchen die Zitzen anschauen und auch anfassen
• Ruhig mal etwas leicht auf dem Bauch tasten
• Die Knochenstruktur ruhig mal mit den Fingern und leichtem Druck abtasten

Im Grunde solltest Du Deinen Welpen so untersuchen, wie Du dich selbst auch unter die Lupe nimmst. So kannst Du später im Übrigen auch schnelle Bildungen von Knoten oder zum Beispiel Fettknubbel entdecken. Anfänglich solltest Du dies durchführen, aber auch mal Dein Kind und Freund/Freundin sollten sich einbringen. Denn beim Tierarzt kann es schließlich häufiger passieren, dass auch die Assistenten mit mischen und der Hund muss lernen, dass all das vollkommen normal ist. Gib ruhig anfänglich, wenn der Vierbeiner dabei lieb und ruhig war, ein Leckerchen als Belohnung. Es steht Dir allerdings auch frei, beim Tierarzt ein Leckerchen mit zu nehmen, damit er auch dort in Zukunft liebevoll und ruhig der Behandlung zustimmt.

Ansonsten heißt es viel üben, kuscheln, pausieren und eingewöhnen

Jetzt weißt Du, wie Du beginnst, das Vertrauen zu Deinem Hund zu stärken. Bitte beachte jedoch, dass dies Zeit und etwas Geduld in Anspruch nimmt. Fang auch nicht täglich mit mehreren Stunden an, sondern wenige Minuten reichen je nach Alter aus und dann lieber über den Tag einfach mal hier zwei bis fünf Minuten, dort etwas länger und dann mal wieder etwas Pause. Ein Welpe kann sonst schnell überfordern, er benötigt auch Pause und muss sich zudem eingewöhnen. Das solltest Du doch aber schaffen oder? Wir glauben fest an Dich!

Autor: Tina Müller (übertragen an Marcel Rübesam am 21.06.2019)

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