Die Lebenserwartung eines Hundes

Die Lebenserwartung eines Hundes

Wir haben in dem einen oder anderen Artikel bereits auf die mögliche Lebenserwartung Deines zukünftigen Hundes hingewiesen. Zum Beispiel im Artikel Hunde und Welpen sind keine Weihnachts-und Geburtstagsgeschenke. Denn viele potenzielle Tierbesitzer vergessen, dass ein Vierbeiner eine ganz unterschiedliche Lebenserwartung haben kann, die Pflege, die Gesundheit, die Rasse und sogar die Größe eine entscheidende Rolle auf diese Lebenserwartung einnimmt. Deswegen schauen wir hier gemeinsam mit Dir, wie die Lebenserwartung der Hunde aussieht und woran diese sich derweil noch festmachen lässt.

Eine entsprechende Pflege des Hundes steigert seine Lebenserwartung

Selbstverständlich ist eine hohe Lebenserwartung bei gar keinem Hund. Du kannst einen Streuner auch niemals mit einem Tierheim-Hund oder einem Hund in einem wohlbehütetem zu Hause vergleichen. Denn die Pflege ist neben der Liebe und Fürsorge ein entscheidender Faktor, wieso Dein Hund länger leben wird, als andere. Zur Pflege gehören aus diesem Anlass folgende Aspekte:

  • Hochwertiges Nassfutter/Trockenfutter oder Rohfutter
  • Regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt: Einmal im Jahr bei jüngeren Vierbeinern und bei älteren empfehle ich alle 6 Monate ( Kosten für eine reine Untersuchung im Schnitt zwischen 20 bis 50
    Euro )
  • Bei Problemen natürlich ebenfalls einen Tierarzt aufsuchen
  • Gute Zahnpflege

Du kannst nicht allzu viel tun, das stimmt. Ein hochwertiges Futter muss es jedoch sein, damit Dein Vierbeiner wirklich alle Aminosäuren, Nährwerte, Mineralien und Spurenelemente bekommt. Diese Ernährung verändert sich im Alter nochmals, sodass Du den Bedarf auch anpassen musst. Junge Vierbeiner solltest Du einmal pro Jahr zum Tierarzt bringen, um eine klassische Untersuchung vorzunehmen und die Daten beim Tierarzt entsprechend abgespeichert sind. Im Alter sind alle 6 Monate empfehlenswert, um Knotenbildung etc. zu erkennen. Vergiss auch nicht, dass der Tierarzt so sofort erkennen kann, ob vom letzten Besuch zum jetzigen, Veränderungen aufgetreten sind und dann schnellere zu Gunsten der Gesundheit Deines Hundes handeln kann.

Kleinere Hunderassen leben im Durchschnitt länger als größere

Es hat sich in den letzten Jahrzehnten abgezeichnet, dass kleinere Hunderassen im Durchschnitt länger leben, als eine größere Hunderasse. Woran das genau liegt, ist vielleicht gar nicht so einfach zu beantworten. Doch Vermutungen liegen auch in der Entwicklung der Vierbeiner, sodass geringere Muskelschäden aufkommen, manche Rassen auch nicht so aktiv im Alltag sind und dadurch ein Verletzungsrisiko minimieren etc. Doch binde uns jetzt darauf nicht fest, das sind vorerst die Vermutungen und haben nicht direkt den Mehrwert, den Du dir erhoffst. Welche Hunderassen zum Beispiel am längsten leben, wenn die Pflege und Gesundheit mit macht, siehst Du hier. Was fällt auf? Richtig, es sind kleine Hunderassen.

• Zwergpudel
• Dackel
• Chihuahuas
• Yorkshire Terrier

Was ist zu erkennen? Genau, es sind kleine Hunderassen und selbst der Pekinese würde hier auch teilweise noch zu kommen. Wieso das so ist, darüber scheiden sich noch die Meinungen von Tierärzten, Ratgeber-Portalen und Experten. Möglicherweise, eine Vermutung unsererseits, liegt es an der überdurchschnittlichen Fürsorge gegenüber kleineren Tieren? Beim großen Hund sagt man gerne mal „ach das kann der ab“ und beim kleinen Vierbeiner geraten viele sofort in Panik, gehen regelmäßiger zum Tierarzt, passen sowieso noch mehr auf etc. Vielleicht kann das ein Grund sein? Oder kennst Du die Antwort, dann hinterlasse gerne eine Idee in den Kommentaren.

Die Lebenserwartung eines Hundes
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Wie alt werden Hunde denn im Durchschnitt?

Immer vorausgesetzt, dass die Gesundheit des Vierbeiners gut, sehr gut oder in Ordnung ist, musst Du mit einer allgemeinen Lebenserwartung von 10 bis 16 Jahren rechnen. Dazu kommen aber noch Faktoren, ob der Vierbeiner kastriert ist, bei Rüden oder die Hündin sterilisiert ist. Zudem neigen gewisse Hunderassen zu muskulären Beschwerden oder kleinere Hunde werden im Durchschnitt älter. Hier liegt häufig die Lebenserwartung sogar bei 10 bis 18 Jahre. Folgende Faktoren spielen also auch eine deutliche Rolle, wie alt Dein Hund letzten Endes werden kann. Immer vorausgesetzt, dass dessen Gesundheit mit spielt.

  1. Rüden und Hündinnen verändern in der Regel nicht die Lebenserwartung
  2. Kastrierte Rüden leben im Schnitt ein bis zwei Jahre länger als unkastrierte Rüden
  3. Normal gewichtige Vierbeiner leben länger als übergewichtige Hunde
  4. Überzüchtete Rassen wie Möpse etc. sind krankheitsanfälliger
  5. Große Hunderassen neigen zu körperlichen Problemen, was die Lebenserwartung mindern kann
  6. Die gesunde Ernährung ist maßgeblich für die Lebenserwartung verantwortlich
  7. Regelmäßige Check-ups lassen die Lebenserwartung steigern, um rechtzeitig schwere
    Erkrankungen zu erkennen
  8. Kleinere Hunderassen werden im Durchschnitt älter als die großen Hunderassen

Das ist das, was wir bisher wissen und wie die Lebenserwartung teilweise von Dir mit beeinflusst werden kann. Im Übrigen möchten wir anmerken, nicht jeder große Hund bekommt muskuläre Probleme, nicht jeder überzüchtete Hund hat Probleme etc. Das passiert zwar häufig, aber ist auch nicht immer die Regel. Mit einem gewissen Maß an Fürsorge und Pflege kannst Du jedem Vierbeiner etwas Gutes tun.

Vor dem Hundekauf solltest Du also immer die Lebenserwartung beachten

Wenn Dich die Lebenserwartungen vieler Hunde nicht abschrecken, dann bist Du genau der richtige Typ für einen Vierbeiner. Wenn Du auf 10-18 Jahre Verantwortung, Pflege, Fürsorge, Kuscheln und Zeit keine Lust hast, dann natürlich nicht. Wer sich einen Hund anschaffen möchte, sollte also immer die Lebenserwartung der Vierbeiner in Betracht ziehen, damit nicht noch mehr arme Vierbeiner ausgesetzt und in Tierheimen abgegeben werden.

Autor: Tina Müller (übertragen an Marcel Rübesam am 15.06.2019)

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