Der edle Mops und seine teils rassentypischen Erkrankungen im Check

Der einstige Begleithund des chinesischen Kaiserreichs – der Mops ist auch seit dem 15. Jahrhundert bei uns in Europa sehr begehrt. Der beliebte Vierbeiner hat schon einen regelrechten Hype genossen und dabei viele Menschen geprägt. Leider, und da müssen wir uns nichts vormachen, ist der Vierbeiner natürlich auch arg überzüchtet, was Du als Laie schon an seiner Nase erkennen könntest, welche die Atmung schon bei vielen Möpsen arg einschränkt. Der Vierbeiner neigt im Allgemeinen auch zu entsprechend häufigen Erkrankungen, die nicht auftreten müssen, aber deren Chance groß sind, dass sie auch Deinen Mops treffen werden. Es ist also auch in finanzieller Hinsicht immer wichtig, diese Krankheitsbilder, die rassetypisch für den Mops sind zu kennen, oder was meinst Du dazu?

Übergewicht ist die häufigste Erkrankung bei Möpsen, die Du beachten musst

Im Durchschnitt sind 40 % der Möpse übergewichtig, was natürlich ein absolutes Alarmzeichen sein sollte. Der überhöhten Energiezufuhr ist dies geschuldet, da der Mops angepasste Nährwerte zu sich nehmen sollte. Denn der Vierbeiner ist kein Ausdauersportler unter den Hunden, sondern oftmals genügsam, bequem und eher für kleine Gassirunden statt stundenlanges auspowern geeignet. Übergewicht bedeutet immer, dass die Lebenserwartung um 20 % gesenkt ist und schwere Erkrankungen wie Diabetes mellitus und Herzerkrankungen auftreten können. Jetzt ist natürlich auch klar, wieso wir dies hier so wichtig empfinden, auf gewisse rassetypischen Krankheitsbilder aufmerksam zu machen, weil Du doch viel von Deinem Mops haben möchtest und das am besten noch einige Jahre mehr oder? Wichtig ist es, den Vierbeiner nährwertreich und seiner alltäglichen Bewegung angepasst zu füttern. Der Tierarzt kann da sehr gut behilflich sein, damit Du an Deinem Mops kein Übergewicht vorfindest.

Der Mops ist sehr anfällig für Harnsteine – gib bitte Acht auf den Urin

Du hast sicherlich schon mal Gespräche oder Artikel im Web mitbekommen, wo es um Blut im Urin bei Hunden oder Katzen geht, oder? Möglicherweise hat darüber auch ein Verwandter/Bekannter gesprochen und jetzt heißt es, keine Zeit verlieren. Den Urin zu begutachten, ist bei einem Mops eine sehr wichtige Angelegenheit, um zu erkennen, ob dieser unter Urolithiasis leidet und das sind Harnsteine, die schmerzhaft für Deinen geliebten Mops sind. Möpse sind als Rasse anfällig, aufgrund ihrer Genetik, was nicht bedeuten muss, dass Du einen Mops mit Harnsteinen haben wirst. Auch die Ernährung hat in
gewisser Weise etwas mit dieser Bildung zu tun und wenn Du eine Hunderasse besitzt, die anfällig ist wie der Mops oder zum Beispiel die französische Bulldogge, dann solltest Du darauf mehr acht geben. Die ersten Anzeichen können sein:

  1. Häufiges Wasser lassen
  2. Blut im Urin
  3. Schmerzen beim Wasser lassen

Im schlimmsten Fall kann es bei Harnsteinen zu einer Verlegung der Harnröhre kommen, sodass wir immer empfehlen, regelmäßig zu schauen, ob der Urin Deines Vierbeiners in Ordnung aussieht. 1-2 Mal pro Jahr ist ohnehin eine kostengünstige Grunduntersuchung wichtig. Lieber diese zwei male gehen und sichergehen, als zu spät zum Tierarzt gehen und dann erhöhte Kosten ertragen zu müssen, oder?

Diese Hauterkrankung ist beim Mops unter Umständen rassetypisch

Autor: Tina Müller (übertragen an Marcel Rübesam am 28.07.2019)

Die bekannte Hautfalten-Dermatitis ist ein Problem unter Hunden, und der Mops ist davon ebenso betroffen. Er ist ja nicht zuletzt häufig übergewichtig und Hautfalten hat er schon von Natur, sodass in diesen Zwischenräumen der Hautfalten auf der Hundehaut Reibungen entstehen, die wiederum zu Juckreiz, Ekzeme und Hautveränderungen führen können. Aus diesem Anlass ist die regelmäßige Kontrolle wichtig, um rechtzeitig eingreifen zu können. Eine Gewichtsreduktion ist bei übergewichtigen Möpsen natürlich ein muss, und das im Übrigen auch aus anderen gesundheitlichen Gründen.

Mach Dir jetzt aber nicht unbedingt darum sorgen, dass ausgerechnet auch Dein Vierbeiner an den möglichen oder rassetypischen Erkrankungen erkrankt ist. Das muss nicht sein und muss auch nicht jeden Mops treffen. Hoffentlich hilft es Dir aber dennoch, ein wachsames Auge auf Deinen Hund zu haben.

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