Der Chihuahua und die rassetypischen Erkrankungen dieser Hunderasse

Gleichwohl der Chihuahua sehr klein ist, ist er bei den Menschen sehr beliebt. Insbesondere bei den Frauen könnte man den Eindruck gewinnen, kommt der kleine Vierbeiner sehr gut an. Kein Wunder, passt er doch mühelos in die Handtasche, nicht wahr? Man mag davon halten, was man möchte, aber bei dem Verkehr auf der Straße und der Größe, ist es gar nicht so verkehrt, den Chihuahua auf den Armen zu tragen. Zumal einen Marathon kann der Hund natürlich nicht laufen, aber bevor Du einen Hund dieser Rasse kaufen möchtest, weißt Du eigentlich, wie anfällig er für Erkrankungen ist? Jeder Vierbeiner kann empfindlich reagieren, aber es gibt eben Hunderassen, die zu Krankheitsbildern neigen und da gibt es auch bei der Hunderasse Chihuahua einige Erkrankungen, die Du kennen solltest.

Der Chihuahua weist ein hohes Risiko auf, an Diabetes mellitus zu erkranken

Neuste Untersuchungen und Statistiken ergaben, dass der Chihuahua im Gegensatz zu anderen Hunderassen ein erhöhtes Risiko aufweist, an Diabetes mellitus zu erkranken. Das kann sein, weil beim Typ 1 einfach zu wenig Inulin produziert wird oder wie beim Typ 2 die Wirkung des Inulins verringert ist. Diese äußerst sich beim Hund meist mit einem erhöhten Harndrang sowie einem extrem gesteigerten Durstempfinden. Auch ständige Müdigkeit sowie eine Trübung der Augen kann die Folge sein. Unbehandelt schadet Diabetes mellitus jedem Hund, sodass Du in jedem Fall zum Tierarzt musst. Ein Diabetes Check kostet nicht die Welt und Du gehst damit jährlich sicher, dass Dein Chihuahua nicht an dieser Erkrankung leidet, die unerkannt ausgesprochen tückisch sein kann.

Zahnerkrankungen sind beim Chihuahua keineswegs selten

Ein typisches Problem, welches schon im zarten Welpenalter beim Chihuahua auftritt ist, dass sich die nachfolgenden Zähne bereits trotz noch vorhandener Milchzähne nachschieben. Dies nennt sich auch die Milchzahnpersistenz und dies muss ebenfalls sofort dem Tierarzt vorgezeigt werden. Dieser muss die Milchzähne herausziehen, um chronische Maulschleimhautentzündungen zu verringern. Zudem könnte diese unbehandelt zu einer Fehlstellung führen, was Du natürlich vermeiden möchtest.

Wenn Du einen Chihuahua mit anderen Vierbeinern vergleichst, wird deutlich, wie unterschiedlich die Gesichtsform ist und oftmals auch die Zahnanreihung. Zahnerkrankungen wie Fehlstellungen sind aus diesem Grund keine Seltenheit. Insbesondere die Unterkiefercaninus fällt an den Fang- oder Eckzähnen bei vielen Chihuahuas auf. Da diese Erkrankung jedoch auch Auswirkungen auf den Oberkiefer haben kann, muss sie kieferorthopädisch frühzeitig behandelt werden.

Beide Krankheitsbilder sind sehr rassentypisch und führt dazu, dass Fehlstellungen die Folge sind, chronische Entzündungen des Zahnfleischs und dazu kommt, dass auch der Abrieb vermindert wird sowie die Kauaktivität nicht ausreichend vorhanden ist. Deswegen müssen beide Krankheitsbilder unbedingt behandelt werden. Am besten vorbeugend zum Tierarzt gehen.

Harnsteine sind aufgrund von Gendefekten in der Hunderasse typisch

Der immer als niedliche Hunde bezeichnete Vierbeiner kann eben aufgrund eines Gendefekts Probleme mit Uratsteinen bekommen, was eine Art von Harnsteine ist. Diese Problematik wird dazu noch mittels der falschen Fütterung beeinflusst oder beschleunigt. Der Harn-pH-Wert erhöht sich dadurch und dazu kommt, dass Harnsteine auch zu schweren Schäden führen können. Chronische Blasenentzündungen sind zum Beispiel möglich und Schmerzen beim Harndrang. Deswegen ist auch hier immer ein besonderes Hauptaugenmerk auf diese Erkrankung zu setzen und das bedeutet, dass Du jährlich immer auch hier die Kontrolle abchecken lassen solltest, damit Dein Vierbeiner im Ernstfall sofort behandelt werden kann und Du beispielsweise das Futter anpassen kannst.

Der Chihuahua hat es krankheitsbedingt nicht immer einfach

Natürlich mag der liebe und süße Chihuahua für viele ein super Taschenhund sein. Er ist in einigen Gedankenwelten auch ein schönes Accessoire, aber es wird nur allzu gerne vergessen, dass diese Hunderasse auch anfällig für gewisse Krankheitsbilder ist. Das bedeutet, dass die Chance groß ist, dass auch Dich diese Erkrankungen an Deinem Vierbeiner ereilen und im Ernstfall solltest Du dies finanziell stemmen können. Deswegen ist die Empfehlung für einen Chihuahua, welcher seriös schon teuer ist,
auch, dass das Geld für operative Maßnahmen und im Ernstfall für seine möglichen Krankheitsbilder weggelegt ist. Dies soll Dir keine Angst machen, aber diese Rasse ist für gewisse Krankheiten anfällig und auf Nummer sicher gehen, kann da ganz einfach nicht schaden. Und vielleicht denkt der eine oder andere Leser auch um, dass dieser süße Hund doch nicht in das eigene finanzielle Schema passt.

Ansonsten freut sich auch der Chihuahua über Kuscheleinheiten, viel Liebe und ein glückliches und dauerhaftes zu Hause.

Autor: Tina Müller (übertragen an Marcel Rübesam am 24.07.2019)

Weitere spannende Themen

 

Ein Kommentar

Kommentar hinterlassen