Hund liegt auf dem Boden

Auch Hunde können einen Bandscheibenvorfall erleiden

Bandscheibenvorfälle beschäftigen schon bei uns Menschen regelmäßig die Versicherungen und wieso soll das beim Vierbeiner anders sein? Nur allzu gerne vergessen wir alle, dass auch unsere geliebten Vierbeiner Bandscheiben haben, welche als Puffer zwischen den Wirbelkörpern die Aufgabe haben, die täglichen Belastungen abzufangen. Das bedeutet aber leider auch, dass auch Dein Vierbeiner einen Bandscheibenvorfall erleiden kann, welcher nicht gerade schmerzlos verläuft. Vielleicht hast Du ja Lust, mehr darüber zu erfahren? Dann hilft Dir unser Ratgeber Artikel hoffentlich weiter, um den Vierbeiner noch besser verstehen zu können.

Die möglichen Ursachen, wieso ein Bandscheibenvorfall Deinen Hund treffen kann

Die sogenannte Dackellähmung, wie Bandscheibenvorfälle beim Hund genannt werden, führt zu regelmäßigen Irritationen. Denn hier suggeriert der Name offenbar, dass nur Dackel einen Bandscheibenvorfall erleiden können, was natürlich nicht stimmt. Es kann jeden Hund treffen, egal wie groß oder klein und welcher Rasse dieser angehört. Die Gründe dafür, sind wie im gesamten Leben, vielseitig und da macht der Bandscheibenvorfall beim Hund keine Ausnahme. Vielleicht helfen Dir folgende mögliche Ursachen, um zumindest ein Teil der möglichen Gründe für einen Bandscheibenvorfall zu kennen. Denn alle aufzuführen, wäre fast unmöglich, weil es einfach zu viele und ganz unterschiedliche Ursachen für einen Bandscheibenvorfall beim Hund gibt.

  1. Übergewicht und die daraus resultierende Mehrbelastung der Wirbel und Knorpel sowie Knochen
  2. Eine zu extreme überlastende Beschäftigung des Vierbeiners ( nicht übertreiben! )
  3. Alterserscheinungen sowie Verschleiß der Bandscheiben
  4. Erbgut insbesondere bei Vierbeinern mit einem längeren Rücken wie Schäferhunde, Dackel,
    Pekinesen oder Spanier

Das sind die 4 Hauptmerkmale, wieso Dein Hund eventuell aus genetischen Gründen vorbelastet ist und Du im restlichen Alltag beim Thema Gewicht und Belastung besonders acht geben musst. Aber auch allgemeine Alterserscheinungen können wie bei uns Menschen der Grund sein, warum Dein Hund ein Bandscheibenvorfall erleidet. Hoffentlich helfen Dir diese Ursachen, um in Zukunft noch mehr auf den Vierbeiner acht zu geben und ihn zu schützen. Denn ein Bandscheibenvorfall ist ausgesprochen schmerzhaft.

Die Symptome eines Bandscheibenvorfalls beim Hund richtig deuten lernen

Für den Laien ist es natürlich nicht so leicht, den Bandscheibenvorfall wirklich zu erkennen. Zumal man häufig dazu neigt, die eigenen Symptome mit denen eines Hundes zu vergleichen. Nicht zu vergessen, dass der Schweregrad natürlich auch maßgeblich die Symptome Deines Hundes beeinflusst. Doch
schauen wir mal gemeinsam, worauf Du achten könntest, um die richtigen Symptomatik beim Bandscheibenvorfall zu deuten.

  1. Durch die Vorwölbung im Wirbelkanal verringert sich die Lust auf Bewegungen bei Deinem
    Hund, weil die Schmerzen stark ausgeprägt sind
  2. Bei einem erhöhten Schweregrad treten Lähmungserscheinungen entweder vorne oder hinten
    sowie in beiden Bereichen auf
  3. Ein steifer Hals kann den Schweregrad ebenfalls verdeutlichen
  4. Eine unnatürliche Haltung des Rückens spricht ebenfalls für einen Bandscheibenvorfall
  5. Eine Inkontinenz tritt auch häufig auf

Das sind Symptome und Anhaltspunkte, die Dich in jedem Fall zum Tierarzt bringen sollten. Denn je nach Schweregrad kannst Du erkennen, dass die Symptome schlimmer und für Deinen Hund
schmerzhafter werden. Du siehst zudem, dass gefährliche Begleiterscheinungen auftreten wie Lähmungen und ein steifer Hals, sodass schnelles handeln notwendig ist. Zudem möchtest Du Deinem Vierbeiner natürlich die Schmerzen ersparen.

Die Behandlung eines Bandscheibenvorfalls bei Deinem Hund

Glücklicherweise ist die Behandlung mit Schmerzmittel, um es Deinem Hund leichter zu machen, möglich. Darüber hinaus empfehlen Tierärzte eine spezielle Physiotherapie. Dies im Übrigen auch, wenn es kein operativer Bandscheibenvorfall sein sollte. Je schwerer der Bandscheibenvorfall, desto wahrscheinlicher ist eine operative Maßnahme. Danach heißt es erst einmal Ruhe, Schmerzmittel und aufbauende Physiotherapie. Hier sei noch anzumerken, dass nur wahre Spezialisten einer Tierklinik im Bereich der Bandscheibe ran sollten und kein klassischer Tierarzt, diese haben selten das Equipment und die Erfahrung und Komplikationen möchtest Du an dieser sensiblen Stelle doch sicherlich vermeiden oder.

Ein Bandscheibenvorfall kann wie bei uns Menschen sehr schmerzhaft sein

Die meisten seriösen Tierärzte werden Dich dahingehend aber eingehend beraten. Ein Bandscheibenvorfall beim Hund ist wie bei uns Menschen unglaublich schmerzhaft und kann weitreichende Folgen für den Bewegungsapparat sowie die Aktivität des Hundes haben. Du musst also dringend zum Tierarzt, wenn Du die Symptome an Deinem Vierbeiner wiedererkennst und auf jeden Fall eine Behandlung abklären lassen. Vorbeugend kannst Du auf das Gewicht des Hundes achten, die Bewegung dem Alter anpassen und bei entsprechend vorbelasteten Vierbeinern, durch die Genetik, ebenfalls regelmäßig die Rückenkontrolle beim Tierarzt vornehmen lassen.

Autor: Tina Müller (übertragen an Marcel Rübesam am 21.07.2019)

Weitere spannende Themen

 

Ein Kommentar

  1. Davon hab ich kürzlich etwas beim Tierarzt mitbekommen. Bei einer Schäferhündin. Ganz traurig die arme musste aber leider aufgrund des Alters eingeschläfert werden und hatte noch Arthrose. Ich werde die traurige Besitzerin nicht vergessen

     

Kommentar hinterlassen